Zwei neue Titel erschienen

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Jahresende sind zwei neue Titel bei uns im Verlag erschienen. Jörg Rönnau hat nachgelegt und nach dem Killerfrosch wartet er mit seiner neuen Publikation „Slawenbrut“ auf. Ein spannender Kriminalroman rund um Lorenzo Bartonelli, Hauptkommisar der Kieler Mordkommission.

Obwohl die Publikation erst kurz auf dem Markt ist, haben sich bereits über 100 Leserinnen und Leser für ein Printexemplar entschieden, was Autor und Verlag natürlich besonders freut.

Außerdem konnte der Verlag Manuela Maer als neue Autorin gewinnen. Frau Maer lebt mit ihrer Familie im Schwarzwald und schreibt schon mehrere Jahre. Mit „Ilya Duvent – Der Sturm in Dir“ setzt sie ihr Autorendasein im Waldhardt-Verlag fort.

 

 

 

Ein spannender Ostsee-Krimi mit ganz viel Lokalkolorit von Jörg Rönnau

Mit »Killerfrosch – Hetzjagd über die Ostsee«, ist Jörg Rönnau ein spannendes Debüt gelungen, welches in Schleswig-Holstein und Umgebung spielt. Man ist mitten in der Handlung und wird komplett aus dem Alltag entführt.

Killerfrosch_Hetzjagd über die Ostsee

Klappentext:

Ein tödliches Katz- und Mausspiel. Warum wird ein Professor für Linguistik aus München umgebracht? Ermordet mit einem modifizierten Gift des südamerikanischen Pfeilgiftfrosches. Das Unglaubliche daran ist, dass die Tat während eines Gottesdienstes geschieht. Schauplatz ist ein evangelisches Gemeindehaus in Preetz, einer Kleinstadt vor den Toren Kiels. Niemand kennt den Toten, der sich anscheinend seit Wochen auf der Flucht befand. Ein tödliches Katz- und Mausspiel, das Lorenzo Bartonelli bis in die norwegische Hauptstadt Oslo führt.

Ich mag Jörg Rönnau sehr gerne, da er nicht nur ein empathischer und reflektierter Autor ist, sondern auch ein hervorragender Mensch. Ich wünsche ihm mit seinem Titel noch viele weitere Leser. Es lohnt sich, dieses Debüt zu lesen.

252 spannende Seiten mit ganz viel Lokalkolorit und Spannung vom Anfang bis zum Ende. Den Killerfrosch gibt es in allen bekannten Online-Shops sowohl als Print als auch im eBook-Format.

Alle Bücher des Waldhardt-Verlag ab sofort im Handel

Magic book with magic lights

Wir haben es geschafft. Die Publikationen sind heute alle wie angekündigt erschienen. Nun heißt es Daumendrücken und positive Energie mit an den Start geben. Wir haben uns untereinander gestern noch ausgetauscht. Das war fast schon ein magischer Moment.

Ein Verlag kann nicht nur Bücher produzieren, er muss sie auch verkaufen, sonst geht es nicht weiter, schon gar nicht in diesem Tempo. Deshalb haben wir unseren Babys besonders positive Wünsche mit an den Start gegeben.

Wir freuen uns nun über viele Leserinnen und Leser, positive als auch negative Meinungen. Friedvolle Gedanken und auch Erfolg, damit sich unser Einsatz bestätigt.

Die Bücher bekommt ihr bei allen bekannten Online-Händlern sowie über den Buchhandel. Auf den Produktseiten: https://waldhardt.com/produkte/ seht ihr eine kleine Übersicht der Bezugsquellen und natürlich die ISBN zu den Titeln.

Wir bedanken uns für die bisherige Unterstützung und die breite Resonanz.

Herzliche Grüße von

Heike Winter
Valeska Réon
Susanne H. Ollmert
Oujo Qorin
Astrid Freese
Ginger McMillan
Juliane Schneeweiss
Kitten McIntyre
Sean Beckz
Jörg Rönnau
Jörg Olbrich

Inhaltsangabe zum Titel „Killerfrosch – Hetzjagd über die Ostsee“ von Jörg Rönnau

Killerfrosch_Hetzjagd über die Ostsee

Lorenzo Bartonelli, Hauptkommissar der Kieler Mordkommission steht mit seinen Kollegen vor einem Rätsel. Im evangelischen Gemeindehaus einer norddeutschen Kleinstadt wurde Harry Kleinschmitt tot aufgefunden. Todesursache des Professors für Linguistik aus München: Batrachotoxin, das Gift eines südamerikanischen Pfeilgiftfrosches.

Schnell steht der Mörder fest. Ein brasilianischer Profikiller war beauftragt, ein äußerst wertvolles Pergament aus dem Besitz des Professors zu beschaffen. Doch das Dokument, aus dem im Roman immer wieder zitiert wird, bleibt verschwunden, ebenso wie der Killer selbst. Dieser heftet sich unbemerkt an die Fersen der Mordkommission, um an Hinweise zu gelangen, die Aufschluss über den Verbleib der 2.500 Jahre alte Schrift von Hippokrates von Kos geben.

Womit der Killer nicht gerechnet hat: Sein Auftraggeber, ein Frankfurter Oligarch und Waffenhändler, verfolgt einen perfiden Plan. Jetzt wird der Jäger selbst zum Gejagten und muss aus Deutschland fliehen.

Bartonelli und seine Beamten haben es mit einem ausgebufften, hochprofessionellen Täter zu tun. Innerhalb kürzester Zeit ist der ‚Killerfrosch‘ in der Lage Erscheinungsbild und Identität zu verändern. Täuschungen und falsche Spuren bringen die Ermittlungen immer wieder ins Stocken.
Während der Verfolgungsjagd über die Ostsee wird Lorenzos bester Freund und ehemaliger Kollege schwer verletzt. Die Spur des Killers führt nach Oslo. Unbürokratische Amtshilfe leistet der norwegische Kollege Hakon Yitterdal. Gemeinsam machen sich die Kommissare auf die immer gefährlicher werdende Suche nach dem Killer und ziehen die Schlinge immer dichter.
Werden die Ermittler den ‚Killerfrosch‘ dingfest machen, bevor er erneut tötet?

Jörg Rönnau nimmt seine Leser mit auf ein spannendes Abenteuer seiner norddeutschen Heimat. Der Autor versteht es meisterhaft sein Werk bis zur letzten Seite spannend zu halten. Temporeich und voll überraschender Wendungen kommen nicht nur Fans von Regionalkrimis auf ihre Kost.

Kuddels’s Norden (Eine Erzählung von Jörg Rönnau)

Kieler Hafen

Moin,

mein Name ist Kuddel.
Ich gehöre zur Familie der Larus argentatus. Klingt vornehm, wa? Ist es auch … Lateinisch!
Es gibt Menschen, die nennen uns Silbermöwen.
Klingt auch edel. Aber das sind wir Akrobaten der Lüfte ja schließlich auch. Wir Möwen beanspruchen eben nicht umsonst die absolute Lufthoheit in der gesamten nördlichen Hemisphäre.
Nachdem ich vor einigen Jahren durch meine Eihülle geschlüpft war, empfing mich ein leichter Seewind. Diese Brise umschmeichelte meine noch jungen, flauschigen Daunen. Wunderbar.
Das Erste, was ich roch, war der salzige Duft der Ostsee. Herrlich.
Ich hörte die Wellen, die an die Küste plätscherten. Großartig.
Mein erster Blick aufs Meer war atemberaubend. Langsam tuckerte ein Fischerboot aus dem Hafen. Gefolgt von einem Schwarm meiner Artgenossen.
Oh, welch herrliche Zukunft erwartete mich.
Von Anfang an war ich verliebt in diese wunderbare Landschaft. Das Land zwischen den Meeren.
Schleswig-Holstein.
Nun reise ich schon seit acht Jahren an den Küsten entlang. Dabei gibt es für mich kaum etwas Spannenderes, als die Menschen zu beobachten, die hier wohnen. Da ich über dreißig Jahre alt werden kann, habe ich also noch genügend Zeit, mir diese Zweibeiner genauer anzusehen. Ich halte diese komischen Kreaturen sowieso für völlig verhaltensgestört und kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie diese Spezies es schaffen konnte, die ganze Welt zu erobern … egal.

Eigentlich wollte ich euch etwas ganz anderes erzählen:
Letztes Wochenende befand ich mich auf einem Patrouillenflug ins Landesinnere, um nach ein paar Leckerbissen zu suchen. Möwen sind eben immer hungrig. Es war Ostern, und da findet man stets etwas Delikates, das diese zweibeinigen Zeitgenossen irgendwo fallen lassen.
Also, ich befand mich auf einem Flug von der Ostseeküste Richtung Südwesten. Der Wind stand günstig. Nach etwa zwanzig Kilometern musste ich ein wenig verschnaufen und landete auf einem Hausdach. Ich kannte dieses Dach schon von vorherigen Besuchen. Den Besitzer des Hauses habe ich schon einige Male von hier oben aus beobachtet. Ein recht freundlicher, etwas moppeliger Typ. Ganz nett. Meistens macht er es sich mit einem Espresso in einem Strandkorb gemütlich, hat einen Collegeblock oder ein Notebook vor sich liegen und denkt sich dort Geschichten aus. Ich wusste, dass er gerne Regionalkrimis schreibt. Einer davon wird in den nächsten Monaten erscheinen. Sein Debüt-Roman. Er soll „Killerfrosch – Hetzjagd über die Ostsee“ heißen, hihi. Naja, ich glaube irgendwie, dass dieser Typ berühmt wird. Ich sehe ihn jetzt schon bei der NDR-Sendung „DAS!“ auf dem roten Sofa sitzen, wie er mit Hinnerk Baumgarten klönt.
Egal … an diesem Tag habe ich mitbekommen, wie er zu seinem Weibchen sagte, dass er etwas über die Eigenarten und Macken der Norddeutschen schreiben wolle. Doch er sah irgendwie traurig aus, weil ihm momentan nichts Richtiges einfiel.
Ha … der Dösbaddel!
Darüber könnte ich ihm genug erzählen … über dieses merkwürdige Völkchen. Leider sprechen wir unterschiedliche Sprachen. Aber dank meiner telepathischen Fähigkeiten habe ich mich in seine Synapsen gehackt. Plötzlich strahlte er wieder … mein Input war angekommen.

Jaja, die Norddeutschen und ihre Macken.

Da wäre zum Beispiel das Vorurteil, dass sie kühl und redefaul seien.
Stimmt.
Bedingt.
Den Schnabel kriegen sie wirklich nicht so schnell auf. Aber wenn man so einen norddeutschen Flachländer zum Freund hat, dann hat diese Freundschaft auch wirklich Hand und Fuß. Dabei kann es auch schon mal vorkommen, dass aus so einem schweigsamen Norddeutschen eine richtige Sabbeltasche wird.
Ein typisches Gespräch zwischen ihnen hört sich meistens so an:
„Moin!“
„Moin Moin!“
„Wie geiht so?“
„Jo goot, un sölbst?“
„Ok goot! Un to Huus?“
„Jo, goot!“
„Alln’s klor! Denn man Tschüss!“
„Jo, Tschüss!“
Damit haben Norddeutsche meistens alles gesagt, was wichtig ist. Mehr bedarf es nicht. Man versteht sich eben.

Und dann natürlich dieses ständige „Moin“. Egal wo und wann sie sich treffen. Immer „Moin“ zum Gruß. Zu jeder Tageszeit.
Dabei muss ich sie allerdings in Schutz nehmen, denn „Moin“ hat nichts mit dem Morgen zu tun. „Moin“ kommt vom Plattdeutschen / Friesischen „moje“ und bedeutet nichts anderes als „gut“ oder „schön“. Also wünschen sich die Eingeborenen hier ständig etwas Gutes oder Schönes. Da soll noch einer sagen sie wären Barbaren, nee, alles nette Menschen hier oben.

Überhaupt die Sprache. Dieses Plattdeutsch.
Die Menschen sind für uns Möwen sowieso schon schwer zu verstehen. Aber dieses Platt … ! Da werden normale Wörter zu wahren Hieroglyphen.
Aus einem Eichhörnchen wird ein Katteker.
Streichholz – Rietsticken
Spaten – Ascher
Spitzbube – Bagalut
Feigling – Bangbüx
Wischtuch – Feudel
Ruhepause – Foffteihn
Festgebäck – Klöben
Spinner, Geschichtenerzähler – Tütelbüdel
Toilette – Tante Meier
usw.

Vom Humor der Norddeutschen will ich gar nicht erst reden, der ist so schräg … also nee! Da braucht man sich im Norddeutschen Rundfunk nur diese verschrobenen Sendungen anzusehen.
„Der Tatortreiniger“, „Großstadtrevier“, „Der Landarzt“, „Ohnsorg Theater“ oder „Neues aus Büttenwarder“!
Tze tze tze!

Die Sportarten der Einheimischen sind ebenfalls ziemlich seltsam.
Viele von ihnen steuern jedes Wochenende ihre Segelboote aufs Meer hinaus. Da fahren sie stundenlang hin und her. Manche dieser Freizeitkapitäne sehen dabei aus, als würden sie einen zweihundert Meter langen Containerfrachter steuern. Dazu bekleiden sie sich meistens mit einem Finkenwarder Fischerhemd und setzen sich eine Lotsenmütze auf den Kopp. Herrlich!
Meine Kollegen und ich erlauben uns gelegentlich einen Spaß mit diesen Süßwassermatrosen. Wir torpedieren mit kleinen, weißen Klecksen ihre sorgsam gepflegten Boote. Wenn wir einen Volltreffer landen, schimpfen sie lauthals und drohen damit, uns abzuschießen. Hihi, das macht immer wieder einen Heidenspaß. So’n Schiet.
Jedes Jahr treffen sich diese Segler zu einem großen Fest an der Kieler Förde. Tausende von ihnen schippern dabei über die Ostsee und auch an Land gibt es viele Veranstaltungen.

Eine weitere merkwürdige Sportart ist das sogenannte „Boßeln“. Dabei finden sich die Ureinwohner in Gruppen zusammen und schmeißen kleine Kugeln am Deich entlang. Wenn eine Gruppe dabei weiter wirft als die andere, freuen sie sich wie kleine Kinder. In den Spielpausen trinken sie aus kleinen Fläschchen. Darin muss irgendetwas sein, was sie nach geraumer Zeit torkeln lässt.

Beim „Klootstockspringen“ versuchen die Eingeborenen mit drei bis fünf Meter langen Stangen, Gräben und Siele zu überwinden. Dabei wird der Stock in der Mitte des Wassergrabens angesetzt und die jungen Männer versuchen, darüber hinweg zu hüpfen. Sollte es einem der Springer nicht gelingen, landet er im Modderwasser und erntet zur Belohnung Hohn und Spott. Seine Stammesangehörigen lachen ihn aus.

Viele Norddeutsche, besonders an der Westküste, veranstalten jedes Jahr das „Ringreiten“. Dazu bewaffnen sich die Ureinwohner mit einem lanzenartigen Speer, setzen sich auf ein Pferd und versuchen im gestreckten Galopp einen kleinen Ring mit dem Speer zu treffen.

Seit einiger Zeit gibt es die sogenannte „Wattolümpiade“. Dabei werden sämtliche Disziplinen auf dem Meeresboden, dem Watt ausgetragen. Natürlich ist es für die Athleten gesünder, die Ebbe abzuwarten. Bei Niedrigwasser werden im Schlick folgende Disziplinen ausgetragen: Fußball, Handball, „Wolliball“, Schlickschlitten-Rennen, Aal-Staffellauf, Gummistiefelweitwurf, Fischtennis, Euterball, Tauziehen und Golf. Dass die „Olümpioniken“ sich dabei mit Schlick einsauen, ist für alle Schaulustigen eine wahre Freude. Wenn nach einigen Stunden die Flut einsetzt, sind allerdings alle wieder sauber. Die Veranstalter hoffen jedes Mal, dass alle Athleten den Weg an Land zurückgefunden haben. Ansonsten gibt es einen weiteren Wettbewerb: Langstreckenschwimmen. Endet meistens in England.

Eine weiter große Eigenart der Bewohner des norddeutschen Flachlandes ist deren Trinkverhalten. Sie trinken gerne ganz bestimmte Arten von Flüssigkeiten. Diese Substanzen verändern die Bewohner. Sie fangen an zu torkeln. Manchmal stimmen sie sogar Lieder an: „An der Nordseeküste … “ oder „An de Eck steit’n Jung mit’n Tüddelband … “ und andere furchtbare Songs. Grausam.
Eine dieser Flüssigkeiten nennt sich „Pharisäer“. Obendrauf befindet sich eine Sahnehaube. Die Norddeutschen sind ganz wild drauf. Zudem gibt es noch „Köm“, „Flens“, „Grog“ und „Rum“. An der Westküste, besonders auf Föhr, lieben die Leute ein Getränk namens „Manhattan“.

Die Nahrungsaufnahme der Norddeutschen ist ebenfalls ziemlich mysteriös. Da gibt es Gerichte wie „Birnen, Bohnen und Speck“, „Gröönkohl mit Braadkantüffeln, Swiensback un Kohlwust“ oder „Mehlbüdel“. Auch Fisch wird gerne in allen Variationen verzehrt. Oder kleine Krebstierchen: Krabben.
Die Krönung dieser kulinarischen Absonderlichkeiten ist allerdings „Labskaus“. Da fehlen mir die Worte, dieses Gericht zu beschreiben, aber die Eingeborenen lieben es.

Kommen wir zu ein paar Ritualen.
Beim sogenannten „Biikebrennen“ entzünden sie jedes Jahr am 21. Februar überall an der Küste große Leuchtfeuer. Überall an der Küste brennen diese Feuer. Auch bei diesen Feierlichkeiten gibt es wieder jede Menge von den merkwürdigen Flüssigkeiten … und nach kurzer Zeit torkeln sie erneut.
Mit diesen Biikefeuern wollen sie böse Geister vertreiben. Früher wurden so auch die Walfangschiffe verabschiedet.

Die Kinder praktizieren in der Silvesternacht einen Brauch, der sich „Rummelpott“ nennt. Dabei verkleiden sich die Kleinen und laufen von Haus zu Haus, wo die erwachsenen Ureinwohner den Sprösslingen Süßigkeiten reichen.
Die Kinder singen dabei ein ganz bestimmtes Lied, das die Großen dazu animieren soll, ihnen reichlich Süßes zu geben:
Fru, maak de Dör op!
De Rummelpott will rin.
Daar kümmt een Schipp ut Holland.
Dat hett keen goden Wind.
Schipper, wulltst du wieken!
Feermann, wulltst du strieken!
Sett dat Seil op de Topp
un geevt mi wat in’n Rummelpott!
Meistens klappt es.
Wenn die Kleinen wieder zu Hause sind, ist ihnen von den Süßigkeiten meistens so schlecht, dass die Großen ihnen Kamillentee zubereiten müssen.

Jaja, die Norddeutschen. Die sind schon ein Völkchen für sich.
Im Großen und Ganzen sind sie allerdings doch relativ harmlos. Eigentlich kann man sie schon fast lieb haben, diese Friesen, Holsteiner, Dithmarscher, Angelner, Schleswiger, Eiderstädter, Elbmarschener, Lauenburger, Probsteier, Schwansener, Steinburger, Stormarner usw. … Nord und Ostseeanrainer …
Haben sie einen erst einmal in ihr Herz geschlossen, dann hat man Freunde fürs Leben gefunden.

Ich sehe gerade, dass dieser „Killerfrosch“ im Strandkorb seinen Artikel fertig geschrieben hat. Er hüpft momentan vor Freude durch seinen Garten.
Dank mir!
Gerade hat er zu seinem Weibchen gesagt, dass er diesen Bericht nun zu seiner Verlegerin schicken könne. Einer gewissen Melanie Waldhardt. Lebt tief im Süden …
Sie ist gerade dabei, einen Verlag aufzubauen. Und dies mit großem Engagement und einer großartigen Crew von Autoren.

Na, dann kann ich nur sagen:
„Viel Erfolg!“
Tschüss und „Moin Moin“

euer Kuddel

De Sülvermann von Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

Heute stelle ich euch eine plattdeutsche Geschichte von unserem Regionalkrimi Autoren Jörg Rönnau vor.

Eenmal in Johr is „Kieler Woche“. Dat gröötste Seglerdrapen, Volksfest un Johrmarkt vun ganz Europa, jo, wenn nich sogor vunne ganz Welt.

Denn steiht de Landshauptstadt vun Sleswig-Holsteen ördentlik Kopp. Remmidemmi alltohoop. Op de Straaten, op‘n Raathuusplatz, anne Kiellinie, op de Krusenkoppel u. u. u.! Meist as so‘n Narrenhuus anne Waterkant. Överall Musik, Vörstellungen, Straatenkünstler, Segelboote, Danz, Konzerte, Windjammer, Schipp vun Marine ut de ganz Welt, … un nich to vergeten de Europäische Markt op‘n Raathuusplatz. Do gift dat kulinarische Spezialitäten ut aller Welt. Wenn du di do dörchfreten hest, denn hest du Buukweh, bis arm as so‘n Karkmuus, un bruukst erst mal een Verteiler, also‘n Köm, wat Hochprozentiges. Gifft dat do ok, un smeken deit dat alln‘s good, aver mien Frau seggt jümmer to mi, dat ik verfreten bin.

Wi harr‘n schon grooten Barg Spaaß bi‘n Bummeln op de Kieler Week.

As de Kinner noch lütt weern, so bummelich dree oder veer Johr oolt, do hebbt wi wat belevt, dat mut ik ju vertellen. Dat weer ANNO 2001. Wi weern an Namiddag de Kiellinie lang, un wull‘n to de Krusenkoppel. Do gifft dat jümmer veel för de Kinner to‘n speelen. So op‘n halfe Weeg, weern de Göörn schon mööd un wi bruken een Paus. Also setten wi uns, so Höhe Landeshuus, op ne Bank un kiek so‘n beten op de Kieler Föör rut. Schipp kieken. Wunnerschön, denn de oll‘n Segelschipp kemen grad vun de Windjammerparade torüch. Ik bekiek mi graad de russ‘sche Krusenstern mit‘n Fernkieker, do sech mien Lütten: »Kuck mal Papa, ein Silbermann!«.

Wohrhaftig! Blot een poor Meter vun uns weg, steiht een Sülvermann op‘n Müllemmer. Vun Kopp bet to de Schoh in sülver Kledaasch, sogor dat Gesicht weer sülvern anmal‘t. Vor em steiht een Hoot mit‘n büschen Lüttgeld. Dat weer so‘n Straatenkünstler, een Spaassmaker or Pantomime. He süht uns an, pliert de Kinner fründlich to, un seegt: »Pause! Nun genehmige ich mir einen Kaffee und ein lecker Fischbrötchen.«

He spring vun sein Müllemmer rünner, un as he dörch de Luft na ünnen flöög, do gift dat een luuten »Riittsssch«. Sien Büx weer oprieten. Meist föffteihn Zentimeter op‘n Moors, man kunn sogor sien roote Ünnerbüx seh‘n.

De Sülvermann weer an fluchen. De Kinner beobachten dat Spektakel mit apen Snuut, un ik kunn mi fast ni hohl‘n. Ok mien Fru is kort för‘n Lachen. Blot ni hinkeken, denn prust ik los, denk ik noch.

Ümmer weer föhlt un kiek de Sülvermann no sien tweie Büx. He süht meist büschen misslik ut. Doch denn kiek he uns an, he harr jo mitkreegen, dat wi em beluert. Dat süht so ut, as wenn he‘n Infall harr. De Sülvermann kümmt op uns to, grient un seggt: »T‘schuldigung, aber haben Sie vielleicht mal Nadel und Faden für mich. Frauen haben doch immer sowas in ihrer Handtasche?«

Mien Fru harr twoors er Handtasch dorbi, aver Neihtüüch weer do nich bin.

Belemmert bedankt sük de Sülvermann, maakt sik op‘n Weeg un verschwindet in een Batzen vun Lüüd. Kotte Tiet later kümmt he trüch, un grient as so‘n Honnigkokenpeerd. In sien Hand hett he wohrhaftig een lütte Neihnadel un een gröön Faden. He sett sik op de Bank bito, treckt blank, also treckt de Büx ut, un versöökt sien Büx to neihen. Aver he stell‘t sik dorbi so tüffelig an, dat mien Fru opsteiht un em froogt, op se hölpen kunn? He strahlt se an, man kunn lieckers de Steen höörn, de em vunne Schuller rünnerfallt, un meent: »O Madame, dass wäre zu nett. Ich komme damit nicht zurecht.«

Fix hett mien Fru dat groote Lock trecht neiht. Wat’n schön Anblick, een gröön Faden op‘e sülvern Büx.

Ne, wat weer de Sülvermann glücklich, as he sien Büx wedder antreckt, un freut sik, dat he vundaag so‘n Dusel harr.

Fix jumpt he as so‘n Aap op sien Müllemmer un gifft uns een Extravörstellung vun sien Könen. He maakt sien Vörstellung so goot, dat de Lüüd stahn blieven un tokieken deit. Foorts weer sien Hoot vull mit Lüttgeld, un ik heff sogor een or twee Schien binnen seh‘n. Hett em de tweie Büx jo woll Glück bröcht.

As wi uns vun em verafsched, winkt he uns noch lang achteran … de Glücks-Sülvermann mit sien tweie Büx.

© 2015 Jörg Rönnau

Der Waldhardt Verlag im Gespräch mit Jörg Rönnau zum Killerfrosch – Hetzjagd über die Ostsee

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Produktseite: Killerfrosch – Hetzjagd über die Ostsee

Klappentext

Ein Tödliches Katz- und Mausspiel

Warum wird ein Professor für Linguistik aus München umgebracht? Ermordet mit einem modifizierten Gift des südamerikanischen Pfeilgiftfrosches. Das Unglaubliche daran ist, dass die Tat während eines Gottesdienstes geschieht. Schauplatz ist ein evangelisches Gemeindehaus in Preetz, einer Kleinstadt vor den Toren Kiels. Niemand kennt den Toten, der sich anscheinend seit Wochen auf der Flucht befand.

Ein tödliches Katz- und Mausspiel, das Lorenzo Bartonelli bis in die norwegische Hauptstadt Oslo führt.

Interview

1. Im Oktober wird dein aktuelles Buch erhältlich sein. Wie bist du auf die Idee zur Geschichte gekommen?

Das war völlig verrückt. Ich spielte schon lange mit dem Gedanken, einen Regionalkrimi zu schreiben. Auf einer Radtour kam mir plötzlich eine originelle Idee und manifestierte sich immer mehr. Mit jedem zurückgelegten Kilometer weitete sich die Geschichte, und somit auch die Biografie des Hauptkommissars Lorenzo Bartonelli, weiter aus. Zu Hause angekommen, schrieb ich stundenlang alle Ideen auf. Fast der gesamte Plot, mit all seinen Protagonisten und Handlungen, entstand innerhalb von ein paar Stunden. Die Notizen dazu, füllten einen kompletten College-Block. Den „Killerfrosch“ zu schreiben, hat allerdings sehr viel länger gedauert.

2. Worum geht es beim Killerfrosch hauptsächlich?

Wieder einmal das alte Spiel: Gut gegen Böse. Oder vielleicht auch nicht? Kann es sein, dass der Killer gar nicht soooooo böse ist? Gibt es einen Einblick in das Leben, die Psyche und die Gedankenwelt des „Killerfroschs“?
Im Laufe der Geschichte entwickelt sich langsam ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Kieler Hauptkommissar Lorenzo Bartonelli und dem – vielleicht gar nicht mehr so schrecklichen – Auftragsmörder.

3. Welche Figur ist dir besonders ans Herz gewachsen?

Wer meine Lieblingsfigur ist, kann ich gar nicht sagen. Während des Schreibens sind sie mir alle ans Herz gewachsen, ja fast schon zu guten Freunden geworden. Egal ob „Gut“ oder „Böse“ … und irgendwo bewegen sich diese Charaktere auch in meinem Umfeld. Es gibt sie tatsächlich … mehr oder weniger.
Doch wenn ich so darüber nachdenke, gehört der verschrobene und eigenbrötlerische Fiete Stoltenberg zu meinen Favoriten. Ein kauziger Landwirt und „Holsteiner Original“.
Und natürlich liebe ich die Figur des Killers, in dessen Psyche und Denkweise sich hineinzuversetzen mir großen Spaß gemacht hat.

4. Warum sollte man deine Geschichte lesen? An welche Zielgruppe richtet sie sich?

Hauptsächlich natürlich an Leserinnen und Leser, die Krimis und im Besonderen Regionalkrimis lieben. Egal, ob nördlich der Elbe oder in Bayern, im Ruhrpott, oder Sachsen. Wer Gefallen findet, an einem spannenden Krimi, der auch noch eine Prise norddeutschen Humor mitbringt, der kommt beim „Killerfrosch“ voll auf seine Kosten.
Denn, was gibt es Schöneres, als den Thrill, den Ort des Verbrechens, quasi vor der eigenen Haustür geschehen zu lassen.

Interview mit Jörg Rönnau

Interview Jörg Rönnau mit dem Waldhardt Verlag

 

  1. Jörg, du hast gerade deinen Autorenvertrag mit dem Waldhardt Verlag unterzeichnet. Was hat dich dazu bewogen?

Als ich das erste Mal vom Projekt von Frau Waldhardt gehört habe, war ich davon sofort angetan. Mich hat fasziniert, mit wie viel Engagement und Herzblut sie ihren Weg beschreitet einen Verlag zu gründen. Bei jedem Schritt merkt man, dass sich hier etwas Großes entwickelt, davon bin ich persönlich überzeugt. Wie durch ein Wunder, bin ich nun tatsächlich ein kleines Teilstück davon geworden. Zudem bin ich sehr stolz darauf, Mitglied eines so großartigen Autorenteams zu sein, mit dem der Waldhardt Verlag an den Start geht.

  1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Schon seit meiner Kindheit bin ich ein ausgesprochener Bücherwurm und Vielleser. Außerdem war die Literatur schon immer ein guter Ausgleich zu meinem anstrengenden Beruf als Krankenpfleger. Ich liebe z. B. Hermann Hesse, Umberto Eco oder Peter Berling, aber genauso faszinieren mich Thriller und Krimis, besonders Regionalkrimis von der Waterkant.

Eines Tages habe ich mir gedacht, eigentlich könntest du auch mal ein Buch schreiben. Quasi von einem Tag auf den nächsten habe ich damit begonnen und kann seitdem nicht mehr aufhören zu schreiben. Wenn ich an meinem Notebook sitze und in die Tasten haue, laufen die Storys in meinem Kopf ab, wie in einem Film. Ich nenne das „Rauschhaftes Schreiben“ und so ist mein erster Krimi entstanden.

  1. Schreibst du täglich an deinen Werken?

Ja, meistens schon. Ein Tag ohne Worte, ist wie ein Frühling ohne Blumen. Da mir oft an den unmöglichsten Orten etwas einfällt, habe ich ständig einen Notizblock dabei.

  1. Was hilft dir, wenn du eine Schreibblockade hast?

Kam bis jetzt noch nicht vor.

  1. Was erwartet deine Leser beim neuen Buch mit dem Titel: “ Killerfrosch – Hetzjagd über die Ostsee“?

Einen spannenden Krimi, bei dem der Leser tief in die Biografie und Seele des Killers blicken kann. Darüber hinaus eine Prise Humor, mit dem ich die Mentalität meiner Holsteiner Landsleute auf die Schippe nehme.

  1. Hast du Angst vor dem Lektorat?

Nein, ganz im Gegenteil. Ich sehe das als Chance, dass das Buch noch besser wird und freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit dem Lektor.

  1. Wie würdest du dich als Mensch beschreiben?

Ich finde, sich selbst zu beschreiben ist schwer. Deshalb rede ich mit den Worten meiner Frau und habe dabei ein schelmisches Schmunzeln im Gesicht: Humorvoll, Bodenständig, emphatisch, rücksichtsvoll, liebevoller Vater und Ehemann, manchmal ein kaum auszuhaltender Quatschkopf, aber auch ein sturer Holsteiner Dickkopp.

 

(C) Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

 

  1. Kannst du die Handlung deines neuen Krimis in ein paar Stichworten anreissen? Worum wird es gehen?

Der Protagonist Lorenzo Barthonelli ist Hauptkommissar bei der Kieler Mordkommission. Zusammen mit seinen Kollegen jagt er einen brasilianischen Profikiller, der immer wieder sein Aussehen verändert. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich ein tödliches Katz und Maus Spiel zwischen den beiden und mal sehen, wer am Ende gewinnt?

  1. Wann und wo wird man es erwerben können?

Kurz vor der Frankfurter Buchmesse 2015.

  1. Gibt es neben dem Ebook auch eine Printversion?

Beide Versionen werden zeitgleich zur Frankfurter Buchmesse erscheinen.

  1. Wird man dich auch auf Lesungen erleben können?

Ja, ich hoffe sehr! Auf den persönlichen Kontakt zu meinen Lesern, freue ich mich schon jetzt.

  1. Welche weiteren Projekte planst du für die Zukunft?

Ich arbeite gerade am zweiten „Barthonelli“ und kann dazu sagen, es wird „blutig“! Aber auch für die nächsten Fälle der Kieler Mordkommission, habe ich schon diverse Pläne im Kopf.

Zum Schluss möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich mich für all die nette Resonanz auf der Homepage vom Waldhardt Verlag und bei Facebook bedanken möchte. Ohne die vielen interessierten Leser, die bei diesem Projekt mit uns zusammen den Veröffentlichungen der Bücher entgegen fiebern, wäre dies alles kaum möglich und ich hoffe, dass euch allen unsere Werke gefallen. Danke euch allen.

Vielen Dank auch an den Waldhardt Verlag, für dieses nette Interview.

Autorenvorstellung – Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

(C) Jörg Rönnau

Vita: 

Jörg Rönnau wurde 1961 in Plön, mitten in der Holsteinischen Schweiz geboren. Zusammen mit seiner Ehefrau und zwei Kindern (15 und 17 Jahre alt), wohnt er in Preetz, einer Kleinstadt in der Nähe von Kiel.

Dort lebt die Familie in einem kleinen Häuschen, eingebettet zwischen Seen und Wäldern. Außerdem leben dort auch noch zwei ziemlich eigenwillige Katzen.

Jörg Rönnau hat seinen Beruf als staatlich examinierter Krankenpfleger über dreißig Jahre lang immer gerne ausgeübt, doch aus gesundheitlichen Gründen ist dies leider nicht mehr möglich. Eine schwere Rückenerkrankung hat ihn dazu „verdonnert“ sein Leben nun als Frührentner zu verbringen.

Schon seit er denken kann, hat sich Jörg Rönnau immer wieder gerne Geschichten ausgedacht. Seine Kinder wollten  stets ausgedachte Abenteuer hören, von denen sie immer begeistert waren. Nun sind die Kinder mittlerweile groß, aber immer noch bilden sich Storys in seinem Kopf und laufen manchmal ab, wie Kinofilme.

Durch die Erkrankung hat der Autor nun auch endlich Zeit gefunden diese Geschichten aufzuschreiben und dabei ist das Manuskript zu seinem ersten Regionalkrimi entstanden. Nun hofft er natürlich auch, dass viele Menschen Vergnügen an diesen Abenteuern haben werden.