Publishing: Your hobby is my business.

Fühle mich gerade wertgeschätzt.

Wunderwaldverlag

Bekannterweise ist das Verhältnis zwischen Verlegern und Autoren nicht gerade unbelastet. Selbst wenn es läuft, also aus dem Text ein Buch wird, mit dem der Verlag solide Verkaufszahlen produziert, knirscht es hin und wieder im Gebälk. Häufig ist es die Perspektive, aus der man das „Büchermachen“ betrachtet, die das Bücherbötchen wanken lässt.

Z. B. quillt regelmäßig montags mein E-Mail-Postfach über, was wahrscheinlich daran liegt, dass Autoren am Wochenende Zeit für die Schreiberei haben, während ich von Montag bis Freitag und in hektischen Zeiten auch am Wochenende alles, was buchstabentechnisch nicht niet- und nagelfest ist, betüddele. Mitunter sorgt diese zeitlich verschobene Bearbeitung für Unmut bei Autoren, wenn sie wochenends auf eine Antwort meinerseits warten, die aber nicht kommt, weil ich gerade frei habe. Ich wiederum sitze wochentags hin und wieder wie auf Kohlen und kann nur hoffen, dass wenigstens abends ein Lebenszeichen von Autorenseite eintrudelt. Isso.

Richtig unangenehm wird es, wenn…

Ursprünglichen Post anzeigen 197 weitere Wörter

Aktuelles aus dem Waldhardt Verlag

Rocky moutain at sunset - Slovakia

Einige von uns sind zurzeit erkrankt. Aber das hindert uns natürlich nicht daran, nach Programm fortzufahren.

Einige der Werke befinden sich nun bereits im Lektoratsprozess oder haben diesen schon durchlaufen. Weitere werden folgen. Das ist immer eine spannende Zeit, nicht nur für die Autoren.

Mit den Covern haben wir auch schon angefangen. Die Bücher nehmen so erheblich mehr Gestalt an. Ich kann es kaum noch erwarten, endlich ein gedrucktes Buch aus dem Verlag in den Händen zu halten. Aber bis dahin wird noch etwas Zeit vergehen.

Alles optimal nach meinen Ansprüchen unter einen Hut zu bekommen ist oft gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Ich habe ja auch noch eine Agentur zu betreuen, die das Geld für den Verlag überhaupt erst erwirtschaftet.

Da ich weder Lektorin noch Korrektorin bin, treibt mir jede Rechnung die ich von den Lektoren bekomme ein paar Tränen in die Augen. Aber das geht dann schnell vorbei, wenn ich mich auf das Endprodukt fokussiere.

Die Zusammenarbeit mit den Autoren läuft bisher reibungslos. Wir haben zwar auch mal Meinungsverschiedenheiten, aber die Chefin muss ich niemals raushängen lassen, wir lösen das empathisch und im gegenseitigen Verständnis. So habe ich es mir vorgestellt.

Bewerbungen trudeln noch immer zahlreich ein, hier fällt mir auf, dass einige Autoren kein Verständnis dafür haben, wenn man nicht sofort antwortet. Immerhin ist es mein Verlag und ich entscheide selbst, wen ich aufnehme und wen nicht. Zu verschenken hat in der heutigen Zeit glaube ich niemand etwas. Aber das nimmt mir niemand. Es gibt genug Verlage in Deutschland, und wenn es bei mir nicht klappt, dann geht man eben woanders hin oder veröffentlicht selbst.

Bevor ich nun mit weiteren Autoren zusammenarbeite, warte ich erst die erste echte Produktion ab. Erst wenn ich diese Prozesse reibungslos abbilden kann, fahre ich mit weiteren Schriftstellern fort.

Für die Buchmesse in Frankfurt habe ich mir einen Platz in Halle 3.1 ausgesucht. Die genaue Standnummer bekomme ich noch mitgeteilt. Ich freue mich darauf, die Autoren dann persönlich zu treffen.

Alle werden von mir eingeladen und die Hotelübernachtung in Frankfurt trägt ebenfalls der Verlag, damit sich alle wohlfühlen und kein zusätzlicher Stress entsteht.