Der Waldhardt Verlag im Gespräch – Das Interview

Ich bin nun einige Monate am Start mit meiner Verlagsgründung. In den letzten Wochen hat der Traffic und die damit einhergehenden Fragen auf meinen Seiten stark zugenommen, weshalb ich die Gelegenheit nutze, einige  der Fragen jetzt direkt in einer Art Interview zu beantworten.

© viperagp - Fotolia.com

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1. Warum noch ein weiterer Kleinverlag? Ist der Markt nicht schon übersättigt mit Verlagen?

Ich denke, dass es für gute Literatur immer einen Platz am Markt geben wird, unabhängig davon, wer diese publiziert. Das Wort „Klein“ Verlag heißt für mich nur, dass ich mich erstmal im Aufbau von Autoren und neuen Publikationen befinde. Das heißt nicht, dass ich mich als „kleine“ Verlegerin am Markt platzieren möchte, die mit den großen Anbietern nicht konkurrieren kann.

2. Was meinen Sie damit konkret Frau Waldhardt? Wollen Sie den großen Publikumsverlagen den Markt streitig machen? 

Streitig machen finde ich an dieser Stelle ziemlich negativ besetzt. Ich brauche für die Kuchen, die ich mit meinen Autoren backe, die gleichen Zutaten wie ein großer Verlag, damit diese erfolgreich platziert werden können. Der Vorteil liegt in meiner hohen Reaktionsgeschwindigkeit. Ich brauche anfänglich nicht 2-3 Jahre, um ein Buch zu publizieren, weil mein Programm sich noch im Aufbau befindet.

3. Woraus wird Ihr Programm bestehen? 

Anfänglich habe ich verschiedene Genre-Gruppen festgelegt, von denen ich etwas verstehe. Krimi, Thriller, Fantasy und Ratgeber. Ich plane die ersten 2-3 Jahre jeweils 5-10 Publikationen zur Buchmesse in Frankfurt am Main zu präsentieren.

4. Das ist nicht sonderlich viel, was Sie dann in einigen Jahren am Markt haben. 

Dafür gehaltvoll und hochwertig produziert.

5. Ich habe gelesen, dass Sie neben der Vermarktung im Print- und Ebookbereich auch Hörbücher anstreben, wie haben Sie sich das vorgestellt? 

Manche Geschichten eigenen sich auch hervorragend als Hörbuch. Ich habe hierzu Kontakt mit mehreren Tonstudios aufgenommen, die über ein namhaftes Sprecherportfolio verfügen und auf Produktionsbasis tätig werden.

6. Konnten Sie bereits Autorenverträge abschließen? 

Nächste Woche folgt höchstwahrscheinlich der 5 Autorenvertrag. Das sind alles Menschen die bereits erfolgreich bei anderen Verlagen oder als Selfpublisher agiert haben. Ich freue mich hier über das Vertrauen und die Offenheit der einzelnen Autoren.

7. Wann sind Sie denn offiziell gestartet? 

Ich bin vor 4 Monaten mit meinem Projekt in die Öffentlichkeit gegangen. Viele Jahre der Planung gingen dem Projekt voraus. Ich wollte das schon immer machen, musste mir aber erstmal die finanziellen Bedingungen dazu schaffen. Als es dann soweit war, hab ich es öffentlich gemacht.

8. Haben Sie schon einmal vom Aktionsbündnis für faire Verlage gehört? Wenn ja, wie stehen Sie dazu? 

Ich habe bereits davon gehört und finde es eine prima Sache. Alle von mir veröffentlichten Publikationen werden auch von mir finanziert. Die Autoren tragen selbstverständlich keine Kosten. Jeder Autor bekommt nach Erstellung der Publikation 25 frei Exemplare seines Werkes zugeschickt. Auch dies ist nicht mit Kosten verbunden. Ich publiziere ausschließlich Werke an die ich glaube und trage das unternehmerische Risiko dafür.

9. Welche Leistungen erhalten im Waldhardt Verlag publizierte Bücher? 

Neben den Standardleistungen wie Korrektorat, Lektorat, Buchsatz, Cover und Design natürlich ein Marketingbudget welches individuell pro Titel von mir festgelegt wird. Außerdem werde ich regelmäßig mit meinen Autoren auf der Buchmesse vertreten sein. Ich sorge für die Sichtbarkeit der einzelnen Bücher.

10. Wie würden Sie sich als Mensch beschreiben Frau Waldhardt? 

Das drücke ich ganz einfach in drei Worten aus: Ehrgeizig, zielorientiert und stringent!

11. Danke für die vertieften Einblicke und viel Erfolg für die Zukunft für dieses spannende Projekt. 

Herzlichen Dank, den werden wir haben.

 

 

 

2 Gedanken zu “Der Waldhardt Verlag im Gespräch – Das Interview

  1. Ne schöne und anschauliche Art, sich im imaginären Gespräch zu präsentieren, zumal man alle Fragen einbauen kann, die man beantworten möchte. A popos 25 Autorenexemplare: Viele Druckkostenzuschussverlage drucken gerade mal 25, auch wenn du 1000 Exemplare bezahlt hast, weil sie keine Werbung für dich und dein Buch machen und wissen, dass mehr als 2 – 3 Stück nicht bestellt werden, bzw. nur der Autor welche bestellt, um seine eigenen Leute damit zu beschenken (hätte beinah: ’nerven‘ geschrieben).

    Es werden dort auch keine Absagen erteilt, weil der Zuschussverlag vom Autor lebt und somit jeden annimmt, der sich „Autor“ nennt. Entsprechend fällt die Qualität des Buches aus, was Machart und Inhalt betrifft. Ein ‚richtiger‘ Verlag kümmert sich um seine Autoren und um die Vermarktung seiner Werke. Du bist ein richtiger Verlag, liebe Melanie. Zuschussverlage sind nicht wirklich Verlage, sondern überteuerte Druckereien, die dem Autor das Geld aus der Tasche ziehen.

    LG Sven 🙂

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